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Literaturliste
Die Römer in Hessen Dieses Buch ist sicherlich das umfassendste und
detaillierteste Werk zur römischen Geschichte Hessens. Es bietet
zunächst einen kurzen Überblick zu den Anfängen der Limesarchäologie.
Verschiedene Autoren beschreiben leicht verständlich die römische
Germanienpolitik zwischen 12 v. Chr. und dem Fall des Limes bis hin zur
Spätantike. Das Alltagsleben im Grenzland des Imperiums sowie Kultur
und Kunst werden in eigenen Kapiteln dargestellt. Zahlreiche Zitate von
römischen Zeitzeugen tragen zu einer lebhaften Darstellung längst
vergangener Zeiten bei.
Die Römer im Taunus
Germania „De origine, situ, moribus et populis Germanorum“, „Über Ursprung, Sitz, Sitten und Völker der Germanen“, ist einer der vermuteten vollen Titel der 98 nach Christus erstmals veröffentlichten Handschrift. Kein anderes Volk, zu denen die Römer Kontakt hatten, wurde derart umfangreich porträtiert wie die Germanen. Die germanischen Stämme kannten zwar die Runenschrift, benutzten sie aber nur für magisch-religiöse Zwecke. Historische Dokumentationen der germanischen Kultur durch Germanen selbst sind also Mangelware. Der römische Historiker Tacitus sprang in die Bresche und beschreibt eindrucksvoll Wirtschaft, Religion, Rechtsvorstellungen, Kleidung, Erziehung, Gastfreundschaft, Totenbestattung und vieles mehr. Im zweiten Teil des Buches setzt er sich intensiv mit den Eigenheiten und Gebräuchen einzelner Stämme auseinander. Dabei stützt er sich nicht nur auf damals gängige Klischees und Kollegen aus der Historikerzunft, sondern auch auf verlässliche Augenzeugenberichte von Militärs und Reisenden. Letztlich ergibt sich ein relativ objektives Bild von der Lebensweise der Germanen, niedergeschrieben von einem Zeitgenossen – und genau das ist es auch, was dieses kleine Büchlein so groß- und einzigartig macht. (Sebastian Theby)
Die ersten Deutschen – Über
das rätselhafte Volk der Germanen Sehr anschaulich geschrieben, behandelt
dieses Buch die Geschichte der germanischen Stämme und Kultur. Schwerpunkte
sind hierbei die Ursprünge der germanischen Kultur circa 2000 Jahre
vor Christus, das Aufeinanderprallen von Römern und Germanen ab
dem ersten Jahrhundert vor Christus, und natürlich die Lebensgewohnheiten
der germanischen Menschen. Dabei geht der Autor recht umfassend auf viele
Details ein und liefert viele interessante Querverweise. Auch neuere
Forschungstheorien sind enthalten, wie zum Beispiel die Theorie darüber,
dass der Siegfried der Nibelungensage zurückzuführen sei auf
den Cheruskerfürsten und Römerschreck Arminius. Einziger Wermutstropfen
ist die eher spärliche Bebilderung, etwas begleitendes Kartenmaterial
beispielsweise hätte der Sache gewiss nicht geschadet. Von diesem
kleinen Manko abgesehen ist „Die ersten Deutschen“ jedoch
sehr lesenswert. (Sebastian Theby)
Die Geschichte
der Germanen Dieses Buch ist sehr gut lesbar, da es sich nicht zu wissenschaftlich in Details verstrickt, und stattdessen dem Leser anschaulich und unterhaltsam ein "rundes" Bild über die stammesgeschichtlichen, politischen und kulturellen Entwicklungen in Mitteleuropa bietet. Es ist sehr empfehlenswert, um sich in die Geschichte der Germanen und die mit ihnen in Kontakt stehenden Völker einzulesen. Karten, Zeichnungen und einige Fotos veranschaulichen den Text. Spezielle Themen wie Runen, Moorleichen oder germanische Heldensagen erläutert der Autor in 20 Exkursen, die sehr gut zum Verständnis der germanischen Kultur insgesamt beitragen. Gleichzeitig räumt der Autor mit dem Bild von „den Germanen“ als geschlossene Volksgruppe auf und erklärt, warum die Gleichung Germanen = Deutsche vollkommen falsch ist. Der dargestellte Zeitraum beginnt etwa bei 100 v. Chr. und geht bis um das Jahr 1000 n. Chr., Schwerpunkt des Buches ist dabei die Zeit des Kontakts zwischen Römern und Germanen. Nachvollziehbar erläutert wird ebenfalls die römische Politik in Zentraleuropa, ohne die die Geschichte der Germanen nicht zu verstehen ist. (Martin Kania)
Wanderungen
am Wetteraulimes Sehr zu empfehlen ist dieses Buch, denn es bietet beides: Einen kompakten Überblick über Geschichte und Kultur der Römer in Hessen, und dazu ein Dutzend hervorragend beschriebener Wanderstrecken zu Sehenswürdigkeiten am Limes. Zu jeder Wanderstrecke zeigen Fotos die schönsten Orte; Skizzen veranschaulichen die Lage der Baureste vor Ort, zum Beispiel schwer zu entdeckende Wachturmstellen. Die äußerst präzisen Angaben zum Streckenverlauf machen es dem aufmerksamen Laien möglich, auch versteckte Baureste am Wegesrand zu entdecken, an denen er sonst ahnungslos vorbeigelaufen wäre. Zudem beziehen die Wanderstrecken im Buch auch Sehenswürdigkeiten mit ein, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit dem Limes stehen, aber dennoch interessant sind. Zu jeder Wanderstrecke sind die Geländeverhältnisse, Streckenlänge, Dauer der Wanderung, Anfahrtswege und, falls vorhanden, Gasthäuser am Weg beschrieben. Jede Strecke ist – zusätzlich zum Text – samt allen interessanten Plätzen auf einer eigenen, sehr detaillierten Wanderkarte eingezeichnet. (Martin Kania)
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